Sind Auslandspraktika Teil der Berufsausbildung?
Antwort: Ja, das Berufsausbildungsgesetz unterstützt die internationale Mobilität von Auszubildenden im Rahmen der Ausbildung ausdrücklich.
Im BBiG § 2 Abs. 3 heißt es:
"Teile der Berufsausbildung können im Ausland durchgeführt werden, wenn dies dem Ausbildungsziel dient. Ihre Gesamtdauer soll ein Viertel der in der Ausbildungsordnung festgelegten Ausbildungsdauer nicht überschreiten."
Lehrzeiten, die im Ausland absolviert werden, werden durch das Berufsausbildungsgesetz als Teil der dualen Berufsausbildung anerkannt.
Weitere Informationen: BBiG www.bmbf.de
Besteht während des Auslandspraktikums Versicherungsschutz?
Antwort: Ja!
  • Bei Auszubildenden bleibt der Sozialversicherungsschutz bestehen, wenn das Auslandspraktikum innerhalb der Ausbildung absolviert wird. Der aufnehmende Betrieb trägt also nicht das Risiko.
    Bei Schülern besteht über die schulischen Versicherungen Versicherungsschutz, wenn das Auslandspraktikum Teil der schulischen Ausbildung ist. Der Schulleiter bestätigt dies dem aufnehmenden Betrieb und TriProCom mit seiner Unterschrift.
  • Bei einem Arbeitsunfall eines Auszubildenden im ausländischen Betrieb ist die deutsche Berufsgenossenschaft des heimischen Ausbildungsbetriebes zuständig und in Kenntnis zu setzen, da das Beschäftigungsverhältnis Auszubildender - Betrieb durch das Praktikum nicht unterbrochen wird.
    Tipp: Informieren Sie Ihre Berufsgenossenschaft im Vorfeld des Praktikums über den Aufenthalt im Ausland.
Geht mein Betrieb ein Risiko ein, wenn er einen Praktikanten aufnimmt?
Antwort: Nein!

TriProCom vermittelt ausschließlich Praktikanten, die entweder als Schüler über die schulischen Versicherungen versichert sind oder als Auszubildende über die betrieblichen Genossenschaften.
Über beides attestiert die Unterschrift des Schulleiters oder des Ausbilders.

Zur Sicherheit sollten aufnehmender Betrieb und Praktikant eine Praktikumsvereinbarung schließen, für die Aufnahme eines französischen Praktikanten ist dies sogar durch die französischen Behörden vorgeschrieben.
Sollte der Betrieb eine Praktikumsvereinbarung schließen?
Antwort: Ja!

Es ist international üblich, eine kurze schriftliche Vereinbarung zwischen Betrieb, Praktikant und Schule zu schließen. In Frankreich ist dies sogar gesetzlich vorgeschrieben, jeder Praktikant benötigt die "Convention de Stage".
Wir raten dringend: regeln Sie in Ihrem eigenen Interesse Aufgaben und Rechte des Praktikanten im Vorfeld, weisen Sie im Vertrag auch ausdrücklich auf z.B. Arbeitszeiten, Sicherheitsbestimmungen und andere wichtige Details hin.
Sollte Ihr Unternehmen über kein Muster verfügen, können Sie sich an Ihre Kammer wenden oder eine der zahlreichen Vorlagen aus dem Internet verwenden.
Wer übernimmt die Kosten für den Praktikanten?
Für die französischen Schüler muss die Convention de Stage abgeschlossen werden. Darin wird nach der Kostenübernahme gefragt, z.B. der Übernachtungs- oder Fahrtkosten.

Bitte geben Sie "NEIN" für die Firmen an, da TriProCom diese Kosten übernimmt. Bei der Frage in der Convention handelt es sich um eine juristisch notwendige Angabe, ohne die der französische Schüler kein Praktikum machen darf.